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Projekt Skisport – Wenn aus einer Idee eine Familie entsteht

Datum: 16.05.2017   Kategorie: Verband

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Anfang 2011 wendet sich Holger Klamt mit der Idee, Nachwuchsleistungssport in Leipzig zu etablieren, an den größten Verein der Stadt und gründet die Abteilung Skisport. Inzwischen entwickelt sich die Abteilung prächtig und konnte 2016 erstmalig den Sachsenmeister im Biathlon stellen.

Leipzig, als wahrscheinlich eine der flachsten Städte Sachsens, ist bekanntlich nicht berühmt für seine Gebirgsketten und großen Skigebiete. Dennoch existieren seit Jahren diverse Skiklubs, die sich für den Breitensport engagieren. Das war Holger Klamt zu wenig, er wollte auch Nachwuchsleistungssport entwickeln. „Einer unserer Mitglieder stellte über die Abteilung Speedskating den Kontakt her. Nach fruchtbaren Gesprächen wurde im Juni 2011 schließlich auf der Mitgliederversammlung die Gründung unserer Abteilung beschlossen.“, beschrieb der Abteilungsleiter die Gründungsphase. Zuerst begann man mit ca. 25 Mitgliedern im Langlauf und einer eigenen Wettkampfserie in Kooperation mit dem Regionalausschuss Leipzig und dem Sächsischen Skiverband. Inzwischen zählt die Abteilung etwa 50 Mitglieder.

Von Anfang an war die Abteilung auf den Nachwuchs fokussiert, sodass eine Kooperation mit dem Kindersportzentrum
des SC DHfK Leipzig der logische Schritt war: die Abteilung Skisport bietet Inlinertraining für Kids an, um sie behutsam und spielerisch an das Gleiten auf Rollen und Brettern heranzuführen.

Doch wie kann man sich das Training einer Skigruppe in Leipzig vorstellen? „Wir nutzen das Leipziger Neuseenland und bewegen uns viel auf Rollskiern. Dazu steht natürlich viel Athletiktraining auf dem Plan, wobei wir aber immer auf Vielseitigkeit achten. Die Kids dürfen
den Spaß nicht verlieren.“, erklärt Matthias Kirschner, Verantwortlicher für Biathlon. Schwierig gestaltet sich das „Trockentraining“ im Biathlon, da der Umgang mit Waffen eine besondere Vorbereitung und Material erfordert. Hier kooperiert die Abteilungen mit Blau-Weiß
Zwenkau (dem Talentstützpunkt Sachsen), dem WSC Erzgebirge Oberwiesenthal und der Leipziger Schützengesellschaft, um Material günstig bereitzustellen und Spezialtraining zu ermöglichen. Auch mit anderen Abteilungen des SC DHfK Leipzig ist eine Zusammenarbeit abseits des Trainingsalltags geplant.

Im Winter geht es dann natürlich so oft wie möglich ins Erzgebirge, um im Schnee zu trainieren. Jährlich findet in Johanngeorgenstadt traditionell ein Trainingslager statt, in dem die Sportler wichtige Kilometer im Schnee sammeln, aber auch potentielle neue Mitglieder schnuppern kommen können. Auch im Erzgebirge finden die meisten Wettkämpfe statt: so z.B. der Biathlon Sparkassen-Cup mit zwei Leistungskontrollen, viele Langlaufwettkämpfe, Erzgebirgsspiele und als absolutes Highlight die Regionalmeisterschaft im Skilanglauf in Oberwiesenthal. Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, können die Kids sich auch mal an lustigen Wettkämpfen, wie dem Supercross in Klinovec probieren, dort stürtzen sie sich waghalsig auf Langlaufskiern eine Abfahrtspiste mit Sprungschanzen herunter.

Inzwischen können die DHfK Sportler schon einige achtbare Erfolge vorweisen: bei der Juniortrophy konnte Selma Kirschner mehrfach mit Siegen glänzen und 2016 wurde ihr Bruder Lasse Kirschner erstmals Sächsischer Meister im Biathlon.

Quelle: SC DHfK Leipzig e.V., Sportforum Ausgabe 2017

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